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ZEITZEICHEN

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Christian Günther

Folge 2

 

PINK GIRL WITH MASK
2020 . Gouache-Acryl und Collage auf Karton .100 x 70 cm

FAMILIE MASKE UND FREUNDE (DARMSTADT)
2020 . Gouache-Acryl und Collage auf Karton .100 x 70 cm

JUNGER MANN MIT ALUHUT
2020 . Gouache-Acryl und Collage auf Karton .100 x 70 cm

KOLUMBIEN / VIRUS (FÜR THEO HESSING)
2020 . Mediamix auf Ingrespapier . 70 x 100 cm

OHNE TITEL
2020 . Gouache-Acryl auf Karton .100 x 70 cm

AUF DISTANZ ZU NATALIJA GONTSCHAROWA - COLLAGE
2020 . Collage, Print . 38 x 57 cm

Die jüngsten Arbeiten von Christian Günther verwenden Bildzeichen unserer pandemischen Gegenwart und älterer Seuchenzeiten – Mundschutz, Schnabelmaske ... Seine Konzentration auf die Form der en-face-darstellung läßt erkennen, daß es hier nicht um eine ostentativ zeitkritische Serie geht, sondern um die Vergegenwärtigung dessen, was es heißt, unter den augenblicklichen Bedingungen ein Gesicht zu zeigen.

 

The latest works by Christian Günther use pictorial signs of our pandemic present as well as those from older plague epochs (the beaked mask). Concentrating on the form an en-face-portrayal, he has created not an ostentatiously “critical” series, but a meditation on the conditions under which man shows his face nowadays.

ZEITZEICHEN

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Christian Günther

rückwärts schauend vorwärts denken

 

OUT OF HOLLYWOOD
1968/69 . Acryl auf Leinwand . Diptychon 145 x 255 cm

AN AMERICAN DREAM
1969 . Acryl auf Leinwand . 140 x 110 cm

LIBERTÉ, FRATERNITÉ, ÉGALITÉ
1969. Acrylauf Leinwand . 100 x 120 cm

JACKSON, MISSISSIPPI, MAY 15TH
1970–1971 . Acryl auf Leinwand . 66 x 50 cm

ALGIER
1969 . Acryl auf Leinwand . 116 x 95 cm

GONIMÓTITA (FRUCHTBARKEIT)
1969 . Acryl auf Leinwand . 93x 130 cm

AMERICAN SOLDIER
1969 . Acryl auf Leinwand . 140 x 110 cm

rückwärts schauend vorwärts denken

Christian Günther ist Zeitzeuge. Christian Günther liefert Zeitzeichen.
Bilder mit überraschend zeitlosen Widersprüchen vom Ende der 1960er, Anfang der 1970er-Jahre.
Sie konfrontieren die Attribute der Wohlstandsgesellschaften, exzessiven Way of Life
mit der blutigen Spur der Gewalt durch Militarismus und Rassismus.
Die Bilder sind mit direkten historischen, dokumentarischen Verweisen versehen.
Keine bequemen Bilder.
Von ihnen geht eine zerreißende kritische Kraft aus.

 

looking behind thinking ahead

Christian Günther is a witness to time, he delivers the signs of the times.
Images—contrary positions from the end of the 1960s, early 1970s—surprisingly timeless.
They takeon the constitutive elements of consumer culture, the overmuch way of life,
and the bloody trail that violence—militaristic, racist—leaves.
Thepictures are provided with direct historical, documentary references.
These are not convenient images.
A force, rending and critical, emanates out from them.


AUSSTELLUNG

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Christian Günther

Erde unrund

Seismische Ausschläge . Zwischenbericht

 

FRIEDA – FREUNDE – EIERSUCHEN
2019 . Installation . 260 x 202 cm . Collagen übermalt . media mix

SCHATTEN (MAUERFALL) I
1990 . 88 x 127 cm . Lithokreide auf Karton

SCHATTEN (KOSOVO)
1997 . 99 x 139 cm . Lithokreide auf Karton . aufgezogen auf Leinwand

PAOU
2000/2018 . 125 x 200 cm
media mix auf Karton . auf Leinwand aufgezogen

artwalden
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71111 Waldenbuch . Sonnenrain 1 . Deutschland

 

26. September – 3. November 2019

 

Vernissage . Donnerstag . 26. September 2019 . ab 18.00 Uhr
19.00 Uhr . Einführung Dr. Katharina Neuburger . Kunsthistorikerin

Finissage . Sonntag . 3. November 2019 . 11.00 Uhr

 

Öffnungszeiten . Do. und So. 15 – 18 Uhr
und nach Vereinbarung

Erde unrund: Im Mittelpunkt der Ausstellung steht ein 2,60 Meter hohes Werk, das aus 63 quadratischen Bildern zusammengesetzt ist. Sie sind einzeln entstanden, und doch nicht unverbunden. Sie basieren auf Zeitungsausschnitten: dem Material, auf dem auch unsere politische Meinungsbildung gründet. Doch die Schlagzeilen und Fotos lässt Christian Günther nicht unkommentiert, er überarbeitet sie mit Gouache und Litho-Kreide, schreibt eigene Sätze und malt eigene Bilder darüber: ein ganz wörtlich vielschichtiges, zusammengesetztes Bild unserer uneinheitlichen, vielschichtigen Welt. Immer wieder hat Günther das Zeitgeschehen kommentiert, etwa den Kosovokrieg oder den Mauerfall. Denn es läuft nicht rund auf der Welt, wenn der Amazonas brennt und ein gefährlicher Populist die größte Militär- und Wirtschaftsmacht dirigiert. Daneben stehen abstrakte Werke: „Um mich offen zu halten im Denken“, so Günther, „habe ich immer wieder auch an gegenstandsfreien Bildern gearbeitet – für mich nicht weniger bedeutsam als die figurativen Themen. Wer sucht findet.“

 

Earth out of kilter: The centrepiece of the exhibition is a tableau showing a grid of sixty square pictures. These originated singly, but they are connected. The various parts of this ensemble, which has a height of 2,60 m, use newspaper clippings, the stuff of our everyday political information. Headlines and photographs undergo a transformation through Christian Günther’s interventions. He applies gouache and lithograph chalk, he writes in new sentences and paints his own pictures over the newsprint. We get a – literally – multilayered composite picture of our contradictory world. The artist has again and again commented on the history of our times – the Kosovo war or the fall of the Berlin wall. The present urgency is obvious, from the Amazonas to the White House. Besides this there are abstract works to be seen: “To keep my thinking open”, Günther says, “I have time and again worked on nonobjective pictures, which to me are no less important than figurative themes. Seek, and you shall find.”

Dr. Dietrich Heißenbüttel


Kalender

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TAGEWERK® NEUN 2019 | 2020

AMSTERDAM

15 Bilder der Stadt

 

 

 

Der Maler Christian Günther und die Fotografin & Designerin Monika Goecke verständigen sich auf ein gemeinsames Projekt. Und so entsteht eine Fotoserie über Amsterdam, spontane Aufnahmen vom Stadtgeschehen, die anschließend schwarzweiß reproduziert und auf dem Originalpapier des Kalenders angedruckt werden.

Jetzt beginnt die Arbeit des Malers. Er folgt seiner Inspiration, macht sich jedes Motiv zu eigen, inszeniert es seinen Vorstellungen folgend neu, lässt Fragmente der ursprünglichen Fotografie sichtbar, schafft eine neue Realität.


artwalden

Die Künstler Dorothee Ziegler und Christian Günther erwarben im Jahr 2001 bei Waldenbuch ein ehemaliges Militär-Verwaltungsgebäude mit großem Grundstück und bauten es in ein Wohn- und Atelierhaus um.

 

Christian Günther



 

Biografie

 

Christian Günther wurde 1941 in Berlin geboren. In Stuttgart besuchte er ab 1960 die
Freie Kunstschule und ab 1962 die Staatliche Akademie der Bildenden Künste. Nach
einem einjährigen Italienaufenthalt mit einem Stipendium an der Accademia di Belle
Arti in Rom begann er 1968 die Arbeit als freier Künstler. Zwischen 1968 und 1970
Teilnahme an der Filmklasse der Akademie der Bildenden Künste, Stuttgart, bei Harun
Farocki und Hartmut Bitomsky, dabei erste Begegnung mit dem filmischen Werk Erich
von Stroheims.

Eine starke Prägung erfuhr seine Bildwelt durch die vielen Jahre, in denen er seine Zeit
zwischen Deutschland und Griechenland teilte, zwischen Stuttgart und seinem Anwesen
bei Volos. Licht, Farbe und Vegetation der griechischen Landschaft haben in seinem
Œuvre ebenso tiefe Spuren hinterlassen wie in dem seiner Frau, der Malerin Dorothee
Ziegler. 2001 bezog das Paar nach Aufgabe des Anwesens in Griechenland das
Atelierhaus artwalden in Waldenbuch.

 

 

Ausstellungen

1967 Galeria Via Nazionale Rom
1974 Kunstverein Stuttgart
1975 Galerie Valentien Stuttgart
1978 Galerie und Werkstatt Lehnert Saarbrücken
  Studio Köllmann (Fotografie)
1979 Galerie Fischinger Stuttgart
1980 Galerie Baden-Württembergische-Bank Stuttgart
  Studio Galerie Warschau
1981 Atelier Dani Brandstetter Stuttgart
1982 Galerie Below Stuttgart
1983 Kunstverein Ludwigsburg
1984 Galerie am Züriberg Zürich
1986 Kunstraum und Galerie Landesgirokasse Stuttgart
  Galerie Pfeiffenberger Berlin
1988 Kunstraum Stuttgart
  Spa Galerie Azur
1989 Galerie L’aire du Verseau Paris
1990 June Kelly Gallery New York
1991 Kunstraum Stuttgart
1992 June Kelly Gallery New York
1993 Amerika-Haus Stuttgart
1995 Kunstraum Stuttgart
1995 Paou / Volos
1997 Galerie ka Schaffhausen
1998 Kunstraum und Werkhalle Scholpp-Gruppe Stuttgart
1999 Galerie ka Schaffhausen zusammen mit Dorothee Ziegler
2001 artwalden Waldenbuch
2003 Kunstraum Stuttgart
2007 Im Schaukasten Schaffhausen und Kunstraum Stuttgart
2008 Nemetschek-Haus München
2013 Galerie ABTART Stuttgart
2015 artwalden Waldenbuch
2016 artwalden Waldenbuch
2018 Museum of the city of Volos, Griechenland
2018 Argalasti an der Platia, im Sfintion + Kinotikon Café, Griechenland

 

 

 

Dorothee Ziegler


 

Biografie

1945 Anfang Februar in Göppingen geboren
1964-66 Kunst-und Werkschule Merz
1967 Studium an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart
1968/69 Einjähriger Studienaufenthalt in Wien
1972 Studienabschluss
1. und 2. Akademiepreis der Kunstakademie Stuttgart
Seit 1995 Beteiligung an großen Stahlmobiles für Hallen und Freiräume
Durchführung verschiedener Kunst-am-Bau-Projekte
1973 – 2000 Arbeit in den Ateliers in Stuttgart und Volos (Griechenland)
mit Christian Günther
2001 Aufgabe der Ateliers in Stuttgart und Volos
Umzug mit Christian Günther in das Atelierhaus artwalden Waldenbuch
2012 Ende Oktober gestorben
   

Ausstellungen

1968 Stadthalle Göppingen, Junge Württembergische Künstler
1971 Kunstverein Heilbronn
1974 Kunstverein Stuttgart, Aktion Schaufenster
1977 Kruegle Galerie Esslingen
1978 Atelierhaus Filderstraße Stuttgart
1979 Galerie 9 A Stuttgart
1980 Dr. Paul Filter München
Galerie der Baden-Württembergischen Bank Stuttgart
1981 Atelierhaus Filderstraße Stuttgart
1982 Galerie Below Stuttgart
1984 Galerie Below Stuttgart
1985 Dr. Schlepper Frankfurt
1988 Kunstraum Stuttgart
1989 Eintagsgalerie Lehenstraße Stuttgart
1989 Galerie L’ a ire du Verseau Paris
1991 Deutsch-Französisches Institut Ludwigsburg
1992 June Kelly Gallery New York
Kunstraum Stuttgart
1994 Kunstraum Stuttgart
1995 June Kelly Gallery New York
1997 Kunstraum Stuttgart
1998 Scholpp-Gruppe „Red Aktion“ Stuttgart
1999 Galerie ka Schaffhausen zusammen mit Christian Günther
2003 artwalden Waldenbuch
2004/05 Dr. Klaus Horn Rohrdorf – Nagold
2013 Galerie ABTART Stuttgart

 

 

  art walden

 

Christian Günther
Sonnenrain 1
71111 Waldenbuch
T +49 (0) 7157 535343
info@artwalden.com
www.artwalden.com

 

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