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AUSSTELLUNG

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Christian Günther

GREED AGAIN

VON
1992 . Gouache, Fettkreide und Siebdruck auf Papier . 140 x 100 cm

TURNING ON GREED
1977/78 . Tusche laviert auf Arches Bütten . 56 x 76 cm

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DEM SPURENLESER (WALTER BENJAMIN)
2021 . media mix auf Papier . 272 x 152 cm

BIG MAC
1992 . Gouache und Fettkreide auf Papier . 140 x 100 cm

Kunstforum Weil der Stadt e.V.
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Wendelinskapelle 
Herrenberger Straße 17 
71263 Weil der Stadt 
www.kunstforum-weilderstadt.de 

 

AUSSTELLUNG . 12. September – 10. Oktober

 

Vernissage . Sonntag . 12. September 2021 . um 11.00 Uhr 
Begrüßung und Grußwort: Silvia Tanczos-Lückge, 
1. Vorsitzende des Kunstforums Weil der Stadt 
Einführung: Ulrich Bernhardt 
Finissage . Sonntag . 10. Oktober 2021 . 16.00 Uhr 
„Kunst im Gespräch“ . Der Künstler ist anwesend. 


Öffnungszeiten . Freitag 16–19 Uhr 
Samstag & Sonntag 11–17 Uhr 
Wir bitten unsere Besucher, 
die aktuellen Hygieneregeln zu beachten.

In den 1970er-Jahren begann Christian Günther an seinem Langzeitprojekt GREED zu arbeiten. Die dabei entstehenden Serien und Reihen fügen sich nicht zu einem geschlossenen Zyklus zusammen, zeigen vielmehr Blickverschiebungen eines Ausgangspunktes. Der Titel GREED (Gier) verweist auf den gleichnamigen Stummfilmklassiker Erich von Stroheims aus dem Jahr 1924. Schon die Umstände der Produktion des filmischen Epos bearbeitet Günther immer wieder: Von dem ursprünglich achtstündigen Film sind lediglich eine gegen den Willen des Regisseurs geschnittene Kurzversion und Standfotos übrig geblieben. Von Stroheims Greed ist auch die Erzählung des Verlusts eines der bedeutenden filmischen Werke der Moderne.

Ein Paperback-Buch der Standfotos, das ich Christian Günther von einem New York-Aufenthalt 1977 mitbrachte, bezeichnet den Beginn seiner Auseinandersetzung damit. Fasziniert von den fulminanten Bildern von Stroheims begann Günther Leitthemen daraus in die Gegenwart zu übertragen. So entstehen lavierte Federzeichnungen, Lithografien, Aquarelle, großformatige Gouachen, oder auch monumentale Monotypien in der für ihn charakteristischen Wachstechnik. In der Ausstellung GREED AGAIN im Kunstforum Weil der Stadt werden erste bis hin zu jüngst entstandene Arbeiten aus dieser Auseinandersetzung mit Greed gezeigt, die sich sowohl mit der Bildsprache Hollywoods als auch mit einem der gravierenden Laster diskursiv auseinandersetzen: der menschlichen Gier.



In the 1970s, Christian Günther began working on the multi-faceted, long-term project GREED, which he has continued to develop ever since. The resulting series and sequences do not coalesce into a single closed cycle; rather, they present shifting perspectives on a singular point of orientation. Its title, GREED, refers to Erich von Stroheim’s eponymous silent film classic of 1924. Even the production circumstances of the cinematic epic are worked through again and again by Günther: From the original eight-hour film, all that remains are still images and a much shorter version cut against the director’s will. Von Stroheim’s Greed is also a narrative of loss of one of the most significant works of modern art.

A paperback book of still photographs that I brought back to Christian Günther from a 1977 trip to New York marked the beginning of his engagement with this motion picture. Fascinated by the film, Günther began to transpose its central themes into the present. A cohesive work group, of washed pen and ink drawings, lithographs, watercolors, large-format gouaches, and even monumental monotypes in Günther’s distinctive wax technique, has emerged. In the exhibition GREED AGAIN at the Kunstforum Weil der Stadt, works from this cycle are presented, ranging from early to recently created pieces, all engaging discursively with the visual language of Hollywood as well as with that gravest of human vices: Greed.

Ulrich Bernhardt

Kalender

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TAGEWERK® NEUN 2019 | 2020

AMSTERDAM

15 Bilder der Stadt

 

 

 

Der Maler Christian Günther und die Fotografin & Designerin Monika Goecke verständigen sich auf ein gemeinsames Projekt. Und so entsteht eine Fotoserie über Amsterdam, spontane Aufnahmen vom Stadtgeschehen, die anschließend schwarzweiß reproduziert und auf dem Originalpapier des Kalenders angedruckt werden.

Jetzt beginnt die Arbeit des Malers. Er folgt seiner Inspiration, macht sich jedes Motiv zu eigen, inszeniert es seinen Vorstellungen folgend neu, lässt Fragmente der ursprünglichen Fotografie sichtbar, schafft eine neue Realität.


artwalden

Die Künstler Dorothee Ziegler und Christian Günther erwarben im Jahr 2001 bei Waldenbuch ein ehemaliges Militär-Verwaltungsgebäude mit großem Grundstück und bauten es in ein Wohn- und Atelierhaus um.

 

Christian Günther



 

Biografie

 

Christian Günther wurde 1941 in Berlin geboren. In Stuttgart besuchte er ab 1960 die
Freie Kunstschule und ab 1962 die Staatliche Akademie der Bildenden Künste. Nach
einem einjährigen Italienaufenthalt mit einem Stipendium an der Accademia di Belle
Arti in Rom begann er 1968 die Arbeit als freier Künstler. Zwischen 1968 und 1970
Teilnahme an der Filmklasse der Akademie der Bildenden Künste, Stuttgart, bei Harun
Farocki und Hartmut Bitomsky, dabei erste Begegnung mit dem filmischen Werk Erich
von Stroheims.

Eine starke Prägung erfuhr seine Bildwelt durch die vielen Jahre, in denen er seine Zeit
zwischen Deutschland und Griechenland teilte, zwischen Stuttgart und seinem Anwesen
bei Volos. Licht, Farbe und Vegetation der griechischen Landschaft haben in seinem
Œuvre ebenso tiefe Spuren hinterlassen wie in dem seiner Frau, der Malerin Dorothee
Ziegler. 2001 bezog das Paar nach Aufgabe des Anwesens in Griechenland das
Atelierhaus artwalden in Waldenbuch.

 

 

Ausstellungen

1967 Galeria Via Nazionale Rom
1974 Kunstverein Stuttgart
1975 Galerie Valentien Stuttgart
1978 Galerie und Werkstatt Lehnert Saarbrücken
  Studio Köllmann (Fotografie)
1979 Galerie Fischinger Stuttgart
1980 Galerie Baden-Württembergische-Bank Stuttgart
  Studio Galerie Warschau
1981 Atelier Dani Brandstetter Stuttgart
1982 Galerie Below Stuttgart
1983 Kunstverein Ludwigsburg
1984 Galerie am Züriberg Zürich
1986 Kunstraum und Galerie Landesgirokasse Stuttgart
  Galerie Pfeiffenberger Berlin
1988 Kunstraum Stuttgart
  Spa Galerie Azur
1989 Galerie L’aire du Verseau Paris
1990 June Kelly Gallery New York
1991 Kunstraum Stuttgart
1992 June Kelly Gallery New York
1993 Amerika-Haus Stuttgart
1995 Kunstraum Stuttgart
1995 Paou / Volos
1997 Galerie ka Schaffhausen
1998 Kunstraum und Werkhalle Scholpp-Gruppe Stuttgart
1999 Galerie ka Schaffhausen zusammen mit Dorothee Ziegler
2001 artwalden Waldenbuch
2003 Kunstraum Stuttgart
2007 Im Schaukasten Schaffhausen und Kunstraum Stuttgart
2008 Nemetschek-Haus München
2013 Galerie ABTART Stuttgart
2015 artwalden Waldenbuch
2016 artwalden Waldenbuch
2018 Museum of the city of Volos, Griechenland
2018 Argalasti an der Platia, im Sfintion + Kinotikon Café, Griechenland

 

 

 

Dorothee Ziegler


 

Biografie

1945 Anfang Februar in Göppingen geboren
1964-66 Kunst-und Werkschule Merz
1967 Studium an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart
1968/69 Einjähriger Studienaufenthalt in Wien
1972 Studienabschluss
1. und 2. Akademiepreis der Kunstakademie Stuttgart
Seit 1995 Beteiligung an großen Stahlmobiles für Hallen und Freiräume
Durchführung verschiedener Kunst-am-Bau-Projekte
1973 – 2000 Arbeit in den Ateliers in Stuttgart und Volos (Griechenland)
mit Christian Günther
2001 Aufgabe der Ateliers in Stuttgart und Volos
Umzug mit Christian Günther in das Atelierhaus artwalden Waldenbuch
2012 Ende Oktober gestorben
   

Ausstellungen

1968 Stadthalle Göppingen, Junge Württembergische Künstler
1971 Kunstverein Heilbronn
1974 Kunstverein Stuttgart, Aktion Schaufenster
1977 Kruegle Galerie Esslingen
1978 Atelierhaus Filderstraße Stuttgart
1979 Galerie 9 A Stuttgart
1980 Dr. Paul Filter München
Galerie der Baden-Württembergischen Bank Stuttgart
1981 Atelierhaus Filderstraße Stuttgart
1982 Galerie Below Stuttgart
1984 Galerie Below Stuttgart
1985 Dr. Schlepper Frankfurt
1988 Kunstraum Stuttgart
1989 Eintagsgalerie Lehenstraße Stuttgart
1989 Galerie L’ a ire du Verseau Paris
1991 Deutsch-Französisches Institut Ludwigsburg
1992 June Kelly Gallery New York
Kunstraum Stuttgart
1994 Kunstraum Stuttgart
1995 June Kelly Gallery New York
1997 Kunstraum Stuttgart
1998 Scholpp-Gruppe „Red Aktion“ Stuttgart
1999 Galerie ka Schaffhausen zusammen mit Christian Günther
2003 artwalden Waldenbuch
2004/05 Dr. Klaus Horn Rohrdorf – Nagold
2013 Galerie ABTART Stuttgart

 

 

  art walden

 

Christian Günther
Sonnenrain 1
71111 Waldenbuch
T +49 (0) 7157 535343
info@artwalden.com
www.artwalden.com

 

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